Eigenmarke mit Ursprung

Schokoladenhersteller für Ihre Eigenmarke: Private Label aus Ecuador

Sie möchten eine Schokolade unter Ihrer eigenen Marke herstellen lassen? Wir fertigen Private Label Schokolade nach Ihrer Rezeptur in unserer zertifizierten Anlage in Cayambe, Ecuador, direkt aus Nacional-Arriba-Edelkakao. Hier steht, wie der Ablauf aussieht, was das Lebensmittelrecht von Ihrer Eigenmarke verlangt und was wir nicht anbieten.

Inhaltsverzeichnis
  1. 01Schokoladenhersteller für Ihre Eigenmarke: Wer hinter einer Eigenmarke steht
  2. 02Private Label Schokolade: Ihre Rezeptur, unsere Produktion
  3. 03Eigenmarke Schokolade herstellen lassen: der Ablauf
  4. 04Was deutsches und europäisches Lebensmittelrecht von Ihrer Eigenmarke verlangt
  5. 05Verpackung, Haltbarkeit und Transport nach Europa
  6. 06Schokoladenhersteller auswählen: fünf Prüffragen
  7. 07Mindestmengen, Muster und Preis
  8. 08Rohstoff statt Fertigprodukt: Kakaomasse für Ihre eigene Produktion
  9. 09Was wir nicht anbieten
  10. 10Von der Eigenmarke zur eigenen Fabrik
  11. 11Nächster Schritt

Schokoladenhersteller für Ihre Eigenmarke: Wer hinter einer Eigenmarke steht

Viele Schokoladen im Handel tragen den Namen einer Marke, die selbst keine Fabrik besitzt. Hinter der Eigenmarke eines Händlers, eines Cafés, einer Rösterei oder einer Wellness-Marke steht ein Schokoladenhersteller, der im Auftrag produziert. Wer eine eigene Schokolade herstellen lassen will, sucht also keinen Lieferanten für fertige Tafeln, sondern einen Produktionspartner: eine Anlage mit Rezepturkompetenz, Lebensmittelsicherheitssystem und Exporterfahrung, die Ihr Produkt unter Ihrem Namen fertigt.

El Dulce Origen ist ein solcher Partner, direkt am Ursprung des Kakaos. Wir verarbeiten Nacional-Arriba-Edelkakao aus einem Netzwerk von rund 100 Partnerfarmen in Manabí, Esmeraldas und Pichincha in unserer eigenen Anlage in Cayambe, Ecuador. Die Anlage hält FSSC 22000, ISO 9001 und eine FDA-Registrierung, und fertige Schokolade aus dieser Linie wird bereits nach Japan, Frankreich und in das Vereinigte Königreich exportiert.

Private Label Schokolade: Ihre Rezeptur, unsere Produktion

Bei Private Label Schokolade wird das Produkt nach Ihrer eigenen Rezeptur und Spezifikation gefertigt und ist damit einzigartig für Ihre Marke: Kakaoanteil, Zuckerart, Emulgator oder keiner, Partikelgröße, Form und Verpackung legen Sie fest. White Label geht dagegen von einer bewährten Rezeptur des Herstellers aus, die Sie unter Ihrem Namen verkaufen — schneller im Regal, aber nicht exklusiv. Beide Wege sind legitim; entscheidend ist, dass Sie vor dem ersten Lauf wissen, welchen Sie gehen. Den Unterschied zwischen Private Label, White Label und Lohnfertigung erklärt unser Beitrag Private Label vs. White Label vs. Lohnfertigung ausführlich.

Für eine Marke, die mit Ursprung und Geschmack argumentiert, spricht viel für Private Label. Nacional Arriba bringt blumige Noten von Jasmin und Orangenblüte bei geringer Bitterkeit mit, die in einer dunklen Schokolade mit hohem Kakaoanteil erhalten bleiben. Diese Signatur lässt sich nicht aus einer Standardrezeptur zukaufen; sie entsteht aus Rohstoff und Rezeptur zusammen.

Eigenmarke Schokolade herstellen lassen: der Ablauf

Wer eine Eigenmarke Schokolade herstellen lassen will, durchläuft bei uns vier Schritte:

  1. Rezeptur- und Volumenprüfung: Wir prüfen Ihr Produkt, Ihr Zielvolumen und Ihren Zeitplan und sagen offen, was die Anlage leisten kann und was nicht.
  2. Testcharge: Ein kleiner Produktionslauf bestätigt Rezeptur, Textur, Temperierverhalten und Verpackung, bevor skaliert wird.
  3. Produktionsvereinbarung: Volumen, Rhythmus und Konditionen werden festgelegt — als dauerhafte Vereinbarung oder als Brücke, bis Ihre eigene Fabrik steht.
  4. Laufende Fertigung: wiederkehrende Produktionsläufe mit demselben Rohstoff und derselben Dokumentation für jede Charge.

Welche Formate für Ihren Lauf möglich sind — Tafel, Riegel, Drops oder eine andere Form —, hängt von den Formen und der Ausrüstung ab, die zum Zeitpunkt des Laufs verfügbar sind. Wir bestätigen das in der Rezeptur- und Volumenprüfung und versprechen es nicht auf einer Webseite.

Planen Sie außerdem realistische Vorlaufzeiten. Rezepturentwicklung, Testcharge, Freigabe durch Ihr Team, Druck der Verpackung und der Seetransport nach Europa addieren sich, und jeder Schritt hat seine eigene Dauer. Einen belastbaren Zeitplan nennen wir nach der Prüfung Ihres Projekts, nicht vorher; wer einen festen Verkaufsstart hat, sollte das Gespräch entsprechend früh beginnen.

Was deutsches und europäisches Lebensmittelrecht von Ihrer Eigenmarke verlangt

Die Bezeichnung „Schokolade" ist in der EU geschützt. Nach der Richtlinie 2000/36/EG, in Deutschland umgesetzt durch die Kakaoverordnung, muss Schokolade mindestens 35 % Gesamtkakaotrockenmasse enthalten, davon mindestens 18 % Kakaobutter und mindestens 14 % fettfreie Kakaotrockenmasse. Für Kuvertüre gelten höhere Anforderungen an den Kakaobutteranteil. Eine Rezeptur, die diese Werte nicht erreicht, darf nicht als Schokolade verkauft werden.

Wichtig für Eigenmarken ist außerdem die Verantwortung für die Kennzeichnung. Nach der Lebensmittelinformationsverordnung (EU) Nr. 1169/2011 ist der Lebensmittelunternehmer verantwortlich, unter dessen Namen das Lebensmittel vermarktet wird — bei einer Eigenmarke also Sie als Markeninhaber, nicht der Hersteller. Zutatenverzeichnis, Allergene, Nährwerte und Ihr Name und Ihre Anschrift gehören auf das Etikett. Wir liefern die technischen Daten jeder Charge, die Sie dafür brauchen; die Etikettprüfung für Ihren Zielmarkt bleibt bei Ihnen oder Ihrem Berater.

Hinzu kommen Cadmium und Entwaldung. Die Verordnung (EU) Nr. 488/2014 begrenzt Cadmium etwa bei Schokolade ab 50 % Kakaotrockenmasse auf 0,80 mg/kg; jede Charge kann auf Anfrage mittels ICP-MS analysiert werden. Und Schokolade steht als Position 1806 im Anhang der EU-Entwaldungsverordnung; den aktuellen Rechtsstand halten wir in unserem Beitrag EUDR aktueller Stand nach.

Verpackung, Haltbarkeit und Transport nach Europa

Eine Eigenmarke wird im Regal an der Verpackung erkannt, und die Verpackung entscheidet mit darüber, ob die Schokolade die Reise übersteht. Verpackung und Veredelung stimmen wir als Teil der Produktionsvereinbarung auf Ihre Marke ab; Ihre Anforderungen an Material, Druck und Format nennen Sie in der Rezeptur- und Volumenprüfung. Für den Export zählt vor allem der Schutz vor Wärme und Feuchtigkeit: Schokolade, die in tropischen Häfen oder warmen Lagern steht, bekommt Fett- oder Zuckerreif. Deshalb gehört die Temperaturführung des Containers zur Bestellung und nicht zur Nachbetrachtung.

Die Haltbarkeit hängt von Rezeptur, Verpackung und Lagerung ab und wird für jedes Produkt in der Testcharge festgelegt, nicht aus einer Tabelle übernommen. Ursachen und Vorbeugung von Reif beschreibt unser Leitfaden zum Schokoladenreif. Mit jeder Sendung übergeben wir die Exportdokumente und die Chargendaten, die Ihr Importeur und Ihr Etikett brauchen.

Schokoladenhersteller auswählen: fünf Prüffragen

  • Wem gehört die Rezeptur? Bei Private Label sollte vertraglich feststehen, dass die entwickelte Rezeptur Ihnen gehört.
  • Welches Lebensmittelsicherheitssystem gilt? Fragen Sie nach dem Zertifikat (bei uns FSSC 22000 und ISO 9001) und nach der Chargendokumentation.
  • Woher kommt der Kakao? Ein Hersteller, der Bohnen am Spotmarkt zukauft, kann Herkunft und Profil nicht garantieren. Wir verarbeiten Kakao aus dem eigenen Farmnetzwerk.
  • Hat der Hersteller schon exportiert? Zolldokumente, Temperaturführung und Haltbarkeit im Seetransport sind Erfahrungssache.
  • Was passiert bei Wachstum? Klären Sie, wie Volumenstufen, Vorlaufzeiten und ein möglicher späterer Wechsel in die eigene Produktion geregelt sind.

Mindestmengen, Muster und Preis

Die Mindestmenge eines Private-Label-Laufs hängt vom Produkt und vom Verpackungsformat ab; die Testcharge ist für Markttests dimensioniert, danach steigen die Volumen stufenweise. Für Rohstoffe wie Kakaomasse, Kakaobutter oder natürliches Kakaopulver liegt die kommerzielle Mindestbestellmenge bei 250 kg, technische Muster von 1-5 kg stellen wir von Fall zu Fall bereit. Veröffentlichte Kapazitätsangaben sind Obergrenzen, keine Mindestabnahme.

Einen Preis veröffentlichen wir nicht. Schokolade basiert auf Kakao, und Kakao wird gegen die Börse bewertet; Rezeptur, Kakaoanteil, Format, Verpackung, Zielhafen und Volumen verändern jedes Angebot. Wir verkaufen FOB Guayaquil (Seefracht) oder FOB Quito (Luftfracht); Fracht, Versicherung und Transport im Zielland trägt der Käufer.

Rohstoff statt Fertigprodukt: Kakaomasse für Ihre eigene Produktion

Nicht jede Marke braucht einen Lohnfertiger. Wer bereits eine eigene Linie betreibt oder mit einem Hersteller in Europa arbeitet, kann nur den Ursprung beziehen: Kakaomasse aus Nacional Arriba als Basis der Rezeptur und natürliche Kakaobutter, um die Fließfähigkeit einzustellen. Spezifikationen und Formate stehen auf unserer Seite Kakaomasse im Großhandel. Wir liefern ausschließlich natürliche Produkte: keine alkalisierte Masse und keine desodorierte Butter.

Was wir nicht anbieten

Damit keine Musterrunde an einer falschen Erwartung scheitert: Wir führen keinen Katalog fertiger Markenschokoladen zum Weiterverkauf, wir fertigen keine Schokoladen anderer Marken nach, und wir besitzen keine eigene Bio- oder Fairtrade-Zertifizierung. Eine Eigenmarke mit Bio-Siegel braucht deshalb eine zertifizierte Kette, die wir allein nicht bereitstellen. Wer ein bekanntes Handelsprodukt kopieren möchte, ist bei uns falsch; wer eine eigene Schokolade mit dokumentiertem Ursprung aufbauen will, ist richtig.

Von der Eigenmarke zur eigenen Fabrik

Viele Marken beginnen mit Private Label und bauen später eine eigene Produktion auf, sobald das Volumen stabil ist. Die Private-Label-Fertigung kann in dieser Phase als Brücke dienen, damit Ihre Kunden ohne Unterbrechung beliefert werden. Für den Schritt zur eigenen Anlage bieten wir die Planung und Einrichtung von Schokoladenfabriken an, und unser Beitrag Was kostet eine Schokoladenfabrik? zeigt die Kostentreiber.

Nächster Schritt

Ablauf, Leistungen und häufige Fragen zur Lohnfertigung finden Sie auf unserer Seite Private Label Schokolade; das technische Datenblatt der Kakaomasse steht auf der Produktseite Kakaomasse.

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Kakaomasse

Fordern Sie ein Muster von 1-5 kg an oder erfragen Sie Palettenware direkt ab Werk.

Leitfäden & Fachartikel

Häufig gestellte Fragen

Kann ich bei Ihnen Schokolade unter meiner eigenen Marke herstellen lassen?

Ja, als Private Label nach Ihrer Rezeptur oder als White Label auf Basis einer bewährten Rezeptur. Welche Formate für Ihren Lauf möglich sind, bestätigen wir in der Rezeptur- und Volumenprüfung.

Wie hoch ist die Mindestmenge für Private Label Schokolade?

Sie hängt vom Produkt und vom Verpackungsformat ab; die Testcharge ist für Markttests dimensioniert. Für Rohstoffe wie Kakaomasse liegt die Mindestbestellmenge bei 250 kg.

Ist Ihre Schokolade bio- oder Fairtrade-zertifiziert?

Nein. Wir besitzen weder eine eigene Bio- noch eine Fairtrade-Zertifizierung. Eine Eigenmarke mit diesen Siegeln braucht eine zertifizierte Lieferkette.

Wer ist für das Etikett meiner Eigenmarke verantwortlich?

Nach der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 der Lebensmittelunternehmer, unter dessen Namen das Produkt vermarktet wird — also der Markeninhaber. Wir liefern die technischen Daten jeder Charge.